Nachhaltigkeit erreicht die DNA von Unternehmen!

EU Green Deal

Der EU-Green Deal und Reporting-Pflichten betreffen ab 2024 nicht mehr nur börsennotierte Unternehmen, sondern alle Unternehmen mit mehr als 250 MitarbeiterInnen. Zudem haben Banken ab 2022 eine Berichtspflicht in Bezug auf die Nachhaltigkeit ihres Kreditportfolios.  Im B2B Sektor werden durch die Vernetzung durch Zulieferketten auch kleinere Unternehmen (mit weniger als 250 MitarbeiterInnen) früher oder später nicht mehr darum herumkommen, ihre Nachhaltigkeitsstrategien zu formulieren. 

Nachhaltigkeit als Herausforderung des 21. Jhrds!

Nachhaltigkeit kann als das herausforderndste Thema des 21. Jhrds gelten. Generell spricht vieles dafür, dass die Werteorientierung betrieblicher Systeme in der Zukunft stärker als bisher schon hinterfragt werden. Damit rückt auch die gesellschaftliche Legitimation von Unternehmen und damit die Sinnfrage immer stärker in den Vordergrund. 
Die Unternehmen von heute werden nur dann zukunftsfähig sein, wenn sie diesen Wechsel jetzt einleiten und in einem intensiven Wettbewerbsumfeld das Thema Nachhaltigkeit nicht länger auf die lange Bank schieben. 
Das schwierige Jahr der Corona-Pandemie und zunehmende Bedrohungen durch den Klimawandel bedingen grundsätzliche Fragen auf gesellschaftlicher Ebene, die auf die Unternehmensebene zurückstrahlen. Die Grundsatzfrage ist: Wie wollen wir morgen leben, wobei morgen hier für längere Zeiträume steht. 
 
Nachhaltigkeit bedeutet also nicht nur Papier oder CO2 zu sparen und Bäume zu pflanzen. Nachhaltiges Wirtschaften trägt die Sichtweise aller Stakeholder in sich, die durch die Aktivitäten eines Unternehmens betroffen sind. 

Integrierte Managementsysteme

 
In einem Zeitalter von Diskontinuitäten, Dynamik und Komplexität greifen lange Zeit bewährte eindimensionale betriebliche Entscheidungs- und Handlungsmuster nicht mehr: es braucht integrierte Ansätze, gerade auch in Bezug auf Nachhaltigkeitsstrategien. 
Nachhaltigkeitsmanagement ist eine Querschnittsaufgabe. Daher ist es die Aufgabe des Managements, das Thema im Unternehmen zu verankern und systematisch in die täglichen Prozesse und Strukturen zu integrieren. 
Dies ist ein längerfristiger Prozess, dies passiert nicht durch eine Strategieklausur und daraus resultierenden Maßnahmen. Es geht auch nicht darum, irgendwelche Berichtspflichten zu erfüllen und einen CSR-Beauftragten als Stabsstelle einzurichten. 
Es geht darum, Nachhaltigkeit auf den Ebenen Ökonomie, Ökologie und Soziales zu leben. 
Daraus folgt, dass alle Unternehmensbereiche betroffen sind und ihren Beitrag zu den einzelnen Themenfeldern einbringen. 
Dies bedeutet aber auch einen bewussten Umgang mit Führungsthemen und MitarbeiterInnen. 
Es bedeutet auch die Auswirkungen des Tuns auf die Gesellschaft einzuschätzen und Geschäftsmodelle zu hinterfragen. 
Es bedeutet auch Lieferketten und Usancen in anderen Erdteilen zu hinterfragen und neue Wege zu suchen. 
Das Mindset hinter wirtschaftlichen Aktivitäten wird dadurch ein anderes. Das ist keine Gefahr für Unternehmen, sondern eine ungeheure Chance, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. 

Vorteile nachhaltiger Strategien


Nachfolgend ein paar Argumente, welche Vorteile durch nachhaltige Strategien entstehen können: 

  1. Innovation:
    Ein Fokus auf Nachhaltigkeit kann Innovation bei Design, Prozessen, Produkten und Dienstleistungen fördern. 
  2. Operative Effizienz:
    Nachhaltigkeitsstrategien können die operative Effizienz steigern und helfen Kosten zu sparen.
  3. Marketing und Vertrieb:
    Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen tragen zur Markendifferenzierung bei und führen zu einem größeren Marktanteil und Umsatz.
  4. Kundenbindung:
    VerbraucherInnen und Verbraucher vertrauen Marken, die einen Purpose verfolgen und gesellschaftliches Engagement zeigen.
  5. Risikomanagement:
    Anleger wie Unternehmenslenker achten zunehmend auf nachhaltigkeitsbezogene Risiken im Zusammenhang mit Märkten, Regulierung, Reputation und Betriebsabläufen.
  6. Mitarbeiterengagement:
    Angestellte identifizieren sich stärker Unternehmen, wenn diese gesellschaftliche und ökologische Verantwortung übernehmen.
  7. Lieferantenbeziehungen:
    Lieferantenbeziehungen sind zwar häufig rein geschäftlicher Natur. Dennoch kann ein Fokus auf Nachhaltigkeit eine breitere und fruchtbarere Zusammenarbeit begünstigen.
  8. Medienberichterstattung:
    Medienberichte über das soziale und ökologische Engagement eines Unternehmens tragen wesentlich zu seiner Reputation und zur Kaufbereitschaft der Verbraucher bei.
  9. Einbindung von Stakeholdern:
    Die Nachhaltigkeitsaktivitäten eines Unternehmens können die Beziehungen zu den Menschen vor Ort und zur Gesellschaft allgemein deutlich verbessern, was sich auch im Finanzergebnis ausdrückt.



Erste Implementierungsschritte

 
Wie können Nachhaltigkeitsstrategien im Unternehmen implementiert werden und welchen Aufwand bedeutet dies? 
Der erste Schritt besteht immer in einer Stakeholder- und Wesentlichkeitsanalyse. Die strukturierte Betrachtung aller Stakeholder und deren Anforderungen birgt viele Ansatzpunkte in sich. Wichtig ist hier immer die Bewusstseinsbildung auf Ebene des Managements und der Eigentümer. Es geht hier auch um strategische Klarheit und persönliche Werthaltungen, um erste Schritte in die Wege leiten zu können. 
Für die Implementierung eines integrierten nachhaltigen Managements sollte man sich Zeit geben. Es ist wichtig, erste Schritte zu setzen und Klarheit bezüglich der persönlichen Haltung zu haben. Es ist ein Weg der kontinuierlichen Verbesserung! 
Nachhaltig integriertes Management zu leben kann in kleinen Schritten erfolgen, es geht um das Sichtbar machen des Weges und der Tendenz. 
Ich bin überzeugt, dass gerade mittelständische Unternehmen, die das Rückgrat vieler Volkswirtschaften bilden, ein ungeheures Potenzial haben zu den wesentlichen GestalterInnen einer positiven Zukunft zu zählen. 

Nachhaltigkeitsworkshop


Wenn Sie sich noch nicht mit dem Thema nachhaltiges integriertes Management auseinandergesetzt haben und Impulse für erste Schritte erhalten möchten, unterstütze ich Sie gerne mit einem „Nachhaltigkeitsworkshop“. Ein konzentrierter Tag mit dem Management und EigentümerInnen reicht zumeist aus, um Klarheit über eigene Positionen und mögliche Ansatzpunkte zu gewinnen. 


Sabine Ilger

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